Auf dem Bild ist eine Ulme. Sie steht alleine auf einem Feld. Der Himmel ist blau.

Usem Läbe vore Ulme

Susanne Neuenschwander

Psst, los guet häre! Ghörsch, wiä sie singe? Dir Mönsche heit eues Ghör irgendwo, aber oft nid bim Wäsentliche. Dört, wo mir Ulmene stö, gits geng viu z fiire. Mir si nämlich verbunge mitem Glücksstrau vor Ärde. 

D Weisheit vor Ulme, wenn dr Fade vom Läbe verlore hesch

Was? Du weisch nid, was dr Glücksstrau isch? Chum zuche, i wüu dir das erkläre. 

Aues isch us eire Chraft gebore – dr Schöpferchraft. Ou du bisch äs Ching dervo. Verbunge mit dere Chraft füusch du di sorglos, frei, gliebt und beheimatet. Hesch dr Fade ungerwägs verlore, fasch afa Trüebsau blase und gheisch ine Verwirrig und ine Läbesangscht. Du gspürsch dini Wurzle nümm und fürs Glück, wo du i dire Schoss treisch, hesch kes Gspüri me. I bi dr Boum vom Glück – i bi dr Boum vor innere Heimat. Mini schützendi Chraft isch s Dach über dir, wo dir Schärme git im Räge.

Lue, i schänke dir ä Same vouer Liebi, nimm nä a und setz nä i dis Härz. Teil nä mit dine Liäbschte. Wiä meh du dä Same teilsch, umso me serigi wärde enstah. Das isch s Gsetz vom Glück uf dere Ärde. Dir Mönsche heit verlehrt, usem Ganze z schöpfe und d Schönheit vom Momänt aznä. So länke mir Ulmene eui Bedürfnis zrügg zum Wäsentliche. Ghörsch es itz, wiäs singt? D Hüeterinne vom Glücksstrau vor Ärde si Feeä und Elfe. Wenn dä Gsang zmitts i dis Härz lasch, de wirsch ou du dis Läbe fiire und mit Dankbarkeit erläbe. Mir Ulmene si säute worde. Wiä koschtbar für üs, wenn Mönsche mit offene Sinne zu üs chöme und ihres Härz mit ihrem eigete Glück füue. 

Mini Weisheit für di:

Chumm und tanz mitem Glück vo dim Läbe. Dir steit aues zue, wo dis Härz erfüut und dis Läbe seeleriich macht. 

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